Um 9:25 Uhr startet unser Flieger nach Sansibar. Wir sind früh wach.

Geweckt wurden wir von den morgendlichen Muslimischen Gebeten. Schauen wir mal, ob ich mit darf, denn auf meinen Flugticket steht Mrs. Mark Hameister. Das ist uns echt noch nie passiert. Da hat irgendeiner gepennt. Aber laut African View Lodge alles kein Problem.

Pustekuchen, tatsächlich begegnet uns die Fluggesellschaft erst einmal mit Desinteresse. Ganz nach dem Motto: „Das ist nicht unser Problem, ruft die Agentur an.“ Wenn wir wüssten, wer die Flüge gebucht hat, würden wir das glatt tun 😢

Irgendwann erbarmen sie sich dann doch und versuchen es für uns zu klären. Mit Erfolg: Ich bekomme eine per Hand ausgestellte Bordkarte und darf mit. Wie gut, dass wir noch 2 Stunden bis Abflug mit Precision Air vom Arusha Airport haben 🙏

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So viel Aufregung am Morgen braucht echt niemand. Schon gar nicht vor dem Aufstehen - es ist gerade mal 7:30 Uhr. Mark sagt gerade: „Notfalls hätten wir ein Ticket gekauft und es World Insight in Rechnung gestellt.“

Dank der guten Internetverbindung schaffe ich es auf die Minute bis zum Boarding den Blogbeitrag von gestern fertig zustellen - juhuuu … Freizeit 🤣

Vom Flieger aus sehen wir in weiter Ferne erst den Mount Nero mit seinen über 4.000 Metern und dann endlich den Kilimandscharo, den höchsten Berg Afrikas 😲

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Nach etwas über einer Stunde landen wir auf Sansibar, nehmen unser Gepäck in Empfang - ja, alles ist mitgekommen. Der Blick von oben war irgendwie etwas ernüchternd, so eine dichte Bebauung habe ich nicht erwartet 😳

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Unser deutschsprachiger Guide Habibu bringt uns zu unserem Hotel mitten in Stone Town. Er erzählt uns ein wenig über Sansibar, was übersetzt Schwarze Küste heißt. 

Schwarz aufgrund des Sklavenhandels, der hier zu Zeiten der Omanis unter Sultan Sayyid florierte. Er fand erst gegen 1897 ein Ende, als die britische Kolonialregierung einschritt 😱

1964 fand dann die sogenannte Blutrevolution statt. Sansibar stürzte den letzten Sultan und vereinigte sich nach einer kurzen Zeit als Volksrepublik mit dem Festland Tanganjika zum heutigen Tansania 🇹🇿

Aufgrund seiner Geschichte ist die Insel sehr stark Muslimisch geprägt. 98 Prozent der rund 1 Million Einwohner sind Anhänger des Islams. Die Mehrheit der Frauen trägt die sogenannten Buibuis, die Männer gehen in Khanzu und Kofia aus dem Haus. 

Im Spice Palace Hotel angekommen, sind unsere Zimmer noch nicht fertig. World Insight empfiehlt: „Genieße erst einmal einen Drink auf der tollen Dachterrasse mit Blick über die Stadt und das Meer, bevor du dich ins Getümmel und Nachtleben der kleinen Stadt stürzt.“

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Wir haben einen ganz anderen Plan. Wir wollen zum Jozani Chwaka Bay Nationalpark. Habibu will 55 US-Dollar pro Person, das Hotel 50 US-Dollar. Das ist uns zu viel. Zusammen mit Jens & Sandra suchen wir uns ein Taxi und fahren auf eigene Faust hin 🫣

Wir streifen erst durch den Jozani Forest Nationalpark. Das Regenwaldgebiet beherbergt eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten, wie Mahagoni- und Eukalyptusbäume, Farne, Palmen und Pandanas. Er ist quasi die grüne Lunge Sansibars und der einzige Nationalpark des Archipel aus 52 Inseln 🌴 

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Wir sind fasziniert von den verschiedenen Blätterdächer. Sie sind so dicht, dass wir vermutlich bei einem Schauer nicht wirklich nass werden würden. Ein leiser Wind sorgt für ein atmosphärisches Rascheln und Rauschen.

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Im Jozani Forest leben die endemischen Rotschulter-Affen, auch bekannt als Colobus- oder Stummelaffen. Der Park ist ein wichtiger Lebensraum für diese vom Aussterben bedrohten Primaten, die lustig durch das Blätterdach springen und einfach mal pinkeln 🤣

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Zudem sind auch einige blaue Affen unterwegs. Sie werden auch Diademaffen genannt aufgrund ihres blassen oder gelblichen Fleck auf der Stirn. Tatsächlich schimmern sie blau, oliv, grau. Unser Guide warnt uns, denn sie haben sich zu Allesfressern entwickeln.

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Zum Jozani Chwaka Bay Nationalpark gehören auch Küstenökosysteme wie Mangrovenwälder, Seegraswiesen und Korallenriffe. Wir laufen auf einem Holzsteg durch die roten, weißen und schwarzen Mangroven, die ein wichtiger Lebensraum für Krebse und junge Fische sind 🦀

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Nach gut 4 Stunden sind wir wieder zurück in Stone Town, dem Schmelztiegel der Kulturen. Sie vermittelt uns ein Gefühl für die Einflüsse der arabischen Seefahrer, persischen Händler und europäischen Kolonialmächte. Kein Wunder, dass wir einen Hinduistischen Tempel gleich in der Nähe des ehemaligen Sultanpalastes entdecken.

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Das Fort, die Küstenpromenade entlang des Indischen Ozeans, der Night Market, dazu der Rhythmus der Musik und des Lachens der Einheimischen prägen die einzigartige Atmosphäre dieser Stadt 🙂🙃

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Die historische Altstadt von Sansibar, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, ist ein lebendiges Geschichtsbuch. Wir streifen durch das Labyrinth an engen Gassen - mal rechts, mal links. Dank Maps.me finden wir dennoch immer den richtigen Weg. 

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Besonders auffällig sind die noch vorbildlich gepflegten Swahili Türen. Im 18. und 19. Jahrhundert galten sie als Statussymbol der Geschäftsleute. Je größer und kunstvoller verziert, desto einflussreicher waren seine Bewohner.

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Wusstet Ihr, dass Freddy Mercury 1946 in Stone Town geboren wurde? Aufgrund der blutigen Aufstände verließen seine Eltern 1963 Sansibar und gingen nach London. Den Rest seiner Geschichte kennt Ihr 🎶

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Wir genießen den Sonnenuntergang in einer Beach Bar und jetzt haltet Euch fest: ganz ohne Alkohol 🍸 Den gibt es nur in bestimmten Restaurants. 

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Zum Essen gibt es gegrillten Oktopus an Couscous und Fisch Curry mit Reis. Dazu eine frische Avocado. Die sind wirklich großartig hier. Anschließend gibt es noch einen richtigen Cocktail bzw. Gin Tonic und ein Eis 😋

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Ja, so langsam neigt sich unser Urlaub dem Ende zu. Bevor es jedoch soweit ist, chillen wir noch ein wenig an Sansibars Ostküste ⛱️