Der Ootu Beach auf Aitutaki gehört mit seiner kristallklaren Lagune und seinem weißen Sandstrand zu den schönsten Stränden auf den Cookinseln.
Wir schnappen uns die zwei besten Räder und machen uns los, um die Insel zu erkunden. Da der Markt, wo sich die Locals treffen und frische tropische Früchte, Kunsthandwerk und Snacks anbieten, nur Samstags stattfinden, radeln wir in die entgegengesetzte Richtung - Richtung Flughafen.
Das ist auch gut so, denn entgegen dem Uhrzeigersinn müssen wir keinen Hügel überqueren. Lediglich der Wind bremst uns, zumal bei meinem Fahrrad die Gangschaltung nicht funktioniert 😬
Roller oder Fahrrad ist auf Aitutaki wirklich die beste Art, sich fortzubewegen. Wie schon gesagt, es gibt keine Ampeln und kaum Verkehr. Leider hat auch das Stonefish Studio geschlossen, bei dem kleinen Künstleratelier wollte Mark eigentlich nach einem handbedruckten T-Shirts schauen, was wir am Freitag irgendwie nicht mehr auf dem Schirm hatten 😳
Ohne Stopps brauchen wir nicht all zu lang zum Café Koru, wo gegen 10 Uhr ein 1. Frühstück auf uns wartet. Das Café ist super schön gelegen und hat alles, was das Herz begehrt. Wir starten mit einem Steak & Cheese Pie, einem Croissant, einen Smoothie für Mark und einen Dirty Chai Latte für mich 😊





Überhaupt ist das am Ende der Landebahn eine sehr schöne Ecke. Gäste des Aitutaki Lagoon Private Island Resort sind auf der Halbinsel herzlich willkommen. Eine Nacht kostet spontan über 2.000 NZ-Dollar, was ungefähr 1.000 Euro entspricht. Schnäppchen, oder? 🤭
Wir bevorzugen den ruhigen Ootu Beach, der auch Ausgangspunkt für Wassertaxis zu den Motus ist. Die Wassertaxis sind oft kleine Motorboote mit Platz für bis zu 12 Personen. Sie pendeln flexibel zwischen der Hauptinsel und den vorgelagerten Inseln hin und her. Sie starten meist direkt vom Strand und die Preise richten sich nach der Entfernung. Einen festen Fahrplan gibt es nicht, ganz ehrlich, wir sehen gerade kein einziges 🤔




Um so besser, denn so ist der Strand noch ruhiger als ohnehin schon. Wir genießen die Schönheit der Lagune, dessen Blautöne hier noch intensiver sind als am Strand vom Matriki Beach Huts. Durchs Wasser laufen wir zur Sandbank rüber und erfreuen uns an der Ruhe und der Natur. Die Palmen und die Ausläufer des Maunga Pu sind einfach einzigartig.




Die Sandbänke rund um die Halbinsel verändern sich ständig mit den Gezeiten. Was morgens noch unter Wasser lag, kann mittags schon begehbar sein, oder eben andersherum. Das sorgt ständig für neue Perspektiven und eindrucksvolle Fotomotive 🥰
In den seichten Bereichen entdecken wir ganz kleine Riffhaie. Sie sind so scheu, dass es nicht möglich ist, sie zu fotografieren. Wer Glück hat, trifft auch gemütliche Stachelrochen oder neugierige Schwarzspitzenhaie. Heute sind gerade keine unterwegs.




Wir verbringen gute 1,5 Stunden am Strand und kehren dann ins Café Koru zurück. Es gibt frisches Ika Mata, das Nationalgericht der Cookinseln 🇨🇰 Es besteht aus rohem Fisch wie Thunfisch oder Mahi-Mahi, der in Limettensaft oder Zitronensaft mariniert und anschließend mit Kokosmilch und fein geschnittenem Gemüse angemacht wird.
Ja, das klingt fast identisch zum Poisson Cru, dem Nationalgericht Französisch-Polynesiens 🇵🇫 Tatsächlich sind beide Gerichte sehr ähnlich. Lediglich das Gemüse variiert und der Thunfisch zieht etwas kürzer, um ihn wirklich nur leicht zu „garen“.





Zurück in unserer Unterkunft lassen wir den Tag entspannt in der Hängematte ausklingen. Mark erfrischt sich nochmals beim Schnorcheln 🤿 Diesmal schwimmt ihn aber nichts Interessantes vor die Linse. Demnach lautet das Motto des letzten Tages auf Aitutaki: „Einfach mal nichts tun“.




Pünktlich zur Happy Hour treffen wir im Tava'e ein. Die Cocktails sind sehr gut. Nicht zu stark, angenehm fruchtig und erfrischend. Einen Tisch zum Essen hatten wir eh schon reserviert, damit wir draußen sitzen können.
Bei einem Salat mit geräuchertem Marlin und einem Beef Curry, was beides sehr, sehr lecker ist, genießen wir den Sonnenuntergang 🙂🙃




Wieder heißt es packen, denn es geht zurück nach Rarotonga, um dann weiter nach Neuseeland zu fliegen. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen: Wir waren auf Bora Bora und 3 entspannte Wochen Südsee liegen hinter uns 🏝️
Wir steigen das letzte Mal in ein Propellerflugzeug und erfreuen uns an dem Blick auf die Inseln. Ein Rundflug über alle Inseln wäre cool, doch dafür liegen sie dann doch zu weit auseinander. Vielleicht der ein oder andere, sollten wir nochmal wiederkommen 🤪



Wie so oft verläuft alles unproblematisch. Wir landen pünktlich auf Rarotonga und nehmen den Bus „Clockwise“ in den Club Raro, unsere Unterkunft für die letzte Nacht.
Das ist das Gute am Inselhopping, da kann gar kein Gepäck verloren gehen 🤣
Unser Frühstück und Mittagessen besteht aus 2 Pizzen, einer großen Portion Pommes und 2 Gläsern Wein. Die Kombination gibt es für knapp 20 Euro im Hotel. Da kann keiner meckern - und schmecken tut es auch 😋




Da gerade Flut ist, fällt der Strandspaziergang sprichwörtlich ins Wasser. Was Mark ganz gelegen kommt, so kann er mal ein Nickerchen machen. Ich schaue einen Film und schreibe ein wenig Blog bis es Zeit fürs Abendessen ist.
Dafür laufen wir ein paar Minuten die Straße runter zum Tamarind House Restaurant & Ukulele Bar. Wir sitzen gemütlich im Garten und lassen unseren letzten Abend in der Südsee bei leckeren Cocktails, einer sehr guten Fischsuppe und einer Lasagne auf frischen Gemüse ausklingen.



Ich beerdige noch meine Flipflops 🩴 Die haben die letzten 4 Monate gute Dienste geleistet, sind aber mittlerweile durchgelatscht. Jetzt heißt es, auf nach Neuseeland, wo das letzte Abenteuer unserer 182-tägigen Auszeit wartet 🙏