Neuseeland, wir kommen. Wir starten mit 7 Tage Auckland, bevor wir den Norden und Süden des Landes erkunden.

Da wir erst am Nachmittag fliegen, schlafen wir so lange wie möglich, packen in Ruhe und schauen sogar noch beim Frühstücksbuffet vorbei. Außer ein bisschen Joghurt mit Früchten und Müsli hat es nicht wirklich viel zu bieten. Den Rest der Zeit vertreiben wir uns in der Lobby vom Hotel. 

Die Südsee war schon sehr, sehr schön und entspannt. Und insgeheim haben uns die Cookinseln sogar ein klein wenig besser gefallen als Französisch-Polynesien beziehungsweise die Gesellschaftsinseln Tahiti, Moorea und Bora Bora. Vielleicht lag es nur am Wetter - es ist, wie es ist! Wir werden es nicht erfahren 😎

Der Bus zum Flughafen kommt wie so oft zu spät. Macht aber nichts, so sind wir genau 3 Stunden vor Abflug da und Air New Zealand eröffnet gerade den Check-In. Wir konnten mal wieder nicht online einchecken, weil sich jemand persönlich überzeugen muss, ob wir wirklich einen Rückflug haben.

Das wollten bisher eigentlich alle Länder wissen. Keine Ahnung, ob es nur daran gelegen hat, das wir One Way gebucht haben. Im Falle von Air New Zealand ist es etwas kurios, denn mit ihnen fliegen wir auch Ende Dezember zurück nach Australien 🇦🇺

Es ist verrückt. Nur noch 2 Monate, dann ist unsere Auszeit Geschichte, dann sind 182 Tage rum - ein komisches Gefühl. Auf der anderen Seite liegen noch fast 9 spannende Wochen vor uns. Und da unser Glas halbvoll ist, konzentrieren wir uns einfach darauf 😃

Anstatt Propeller heißt es diesmal Dreamliner. Endlich steigen wir wieder in ein großes Flugzeug. Natürlich nicht, ohne uns im Duty Free für Neuseeland einzudecken. Wie kann das eigentlich sein, dass die Preise auf den Cookinseln günstiger sind als auf dem Festland, von wo es denn kommt 🤔

Die 4,5 Stunden nach Auckland vergehen wie im Flug. Es gibt leckeres Essen, gute Getränke und die neusten Filme 🍿 Die Einreiseformalitäten haben wir alle online vorab erledigt, so dass es nach der Ankunft recht zügig geht.

Dennoch, die Einreise nach Australien oder Neuseeland ist es immer mit einem mulmigen Gefühl verbunden. Hoffentlich haben wir nichts vergessen zu deklarieren! Leute, merkt Euch, der Spruch „Weniger ist mehr“ kann Euch in die Bredouille bringen. Gebt einfach alles an!

Auckland empfängt uns zumindest mit etwas Sonne. Aber 15 Grad Temperaturunterschied machen sich bemerkbar. Wie gut, dass unsere Regenjacken oben im Rucksack liegen 🙏

Vom Flughafen bringen uns zwei Busse direkt in den lebhaften Central Business District, wo unser Airbnb schon auf uns wartet. Eigentlich wollten wir ins TMACS Auckland, ein Hostel. Kurz bevor unsere kostenlose Stornierung ablief, checkte Mark nochmals die Buchung und stellte fest, dass es das gar nicht mehr zugeben scheint und in den Bewertungen von Google von Polizeieinsätzen, dubiosen Frauen und mehr die Rede ist 😱

Komisch, dass Booking.com nicht reagiert hat. Scheinbar hat das Management niemanden über den Verkauf vor über 3 Monaten informiert. Danke, mein Schatz, dass Du uns den Stress bei der Ankunft erspart hast. Das neue Apartment in der Airedale Street ist zwar fast doppelt so teuer, aber der Blick aus der 20. Etage und die Größe sind traumhaft 🙃🙂

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Zudem liegt es ganz in der Nähe der Uni, so dass es zahlreiche Cafés, Takeaways und hoffentlich auch einige Restaurants gibt. Das Witzige ist, dass wir 2009, als wir schon mal hier waren, auch in der Nähe der Queen Street im Hostel übernachtet haben. Dennoch ist der Wiedererkennungswert fast Null. The Civic ist uns in Erinnerung geblieben. Der Rest … alles so gut wie neu 🫣

Jetzt aber schnell, die meisten Läden scheinen um 21 Uhr zu schließen. Auf dem Weg zum Supermarkt, wo der Schlüssel hinterlegt ist, hat Mark schon einige Inder, Koreaner und Japaner entdeckt. Sie sind alle gut bewertet, aber mir ist eher nach einem gemütlichen Restaurant als nach einfachen Takeaways 🫣

Zum Glück werden wir fündig. Das Le Garde Manger sieht einladend aus mit seinen rot-karierten Tischdecken. Und herzhafte Galettes und Cider sind jetzt genau das Richtige zum Ankommen - französisch und unkompliziert 😂

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Der Tag war lang. Theoretisch über 24 Stunden, doch das nur auf der Uhr. Wir sind wieder über die Datumsgrenze geflogen. Diesmal Richtung Westen, was bedeutet, der geschenkte Tag ist wieder passé 😓

Das Appartement ist ruhig, aber recht hell, weswegen wir wieder einmal gegen 7 Uhr wach sind. Der Himmel ist ein Mix zwischen Sonne und Wolken. Genau das richtige Wetter für unser Vorhaben ⛅️

Wir starten mit einem Croissant und Matcha Latte von A Little Treat. Der kleine Stand hat mich gestern direkt angesprochen, klar, dass wir das ausprobieren. Und was soll ich sagen: endlich wieder ein guter Matcha Latte 🍵

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Danach zieht es uns in die Karangahape Road, kurz „K’Road“ genannt. Sie ist bunt, laut und kreativ. Streetfood und Vintage  prägen die Geschäfte, dazwischen alte Kolonialbauten sowie Kunst und Kultur.

Erstaunlich, wie sich die älteste Straße, die schon zu Zeiten der Māori als wichtiger Pfad über den Stadtrücken galt, entwickelt hat. Die meisten Gebäude sind nach dem Landverkauf an die Kolonialregierung 1841 entstanden.

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Rund 60 Jahre später entwickelte sich die K’Road zum wichtigsten Einkaufszentrum der Stadt, zur Flaniermeile und Vorreiter in Sachen Modernisierung. 1935 erhielt sie als erste Straße eine elektrische Beleuchtung.

Die Kreativität hört auch beim Essen nicht auf oder habt Ihr schon mal einen Donut Burger gegessen? Wir wagen das legendäre Experiment bei Sneaky Snacky. Die Mischung aus süß und salzig ist großartig. Denn natürlich haben wir unsere Bulgogi Burger mit Zuckerglasur bestellt 🍩

Im ersten Moment haben wir uns gewundert, warum das Pärchen neben uns Einmalhandschuhe trägt, um den Burger zu essen. Dann kommt unsere Bestellung und es fällt uns wie Schuppen von den Augen. Ohne diese wäre es eine ziemliche Sauerei 😅

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Wir laufen noch ein Stück die Straße hoch und sind ganz geflasht von dem kulinarischen Angebot. Das wird echt schwer, sich zu entscheiden. Besonders faszinierend ist neben der Vielfalt die Mischung. Manche Läden sind hell und modern und wirken sehr einladend, andere sind ein wenig abgewrackt, was nicht heißt, dass das Essen schlechter ist 🤭

Wir werfen noch einen Blick in die Saint Kevins Arcade. Das Gebäude von 1924 ist ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Wären wir nicht schon satt, wäre das Besti sicherlich eine gute Alternative gewesen.

Schnell ein paar Worte zu Auckland. Etwa 1,7 Millionen Menschen leben in der sogenannten „City of Sails“. Doch woher stammt der Name? Ganz einfach, die Stadt hat gefühlt mehr Boote als Parkplätze, weswegen sie zu den segelverrücktesten Metropolen der Welt gehört 🌍

Wir durchqueren die Saint Kevins Arcade und entdecken zahlreiche Street Arts, die die Rückseite des Gebäudes schmücken. Vielleicht ein Versuch, den Niedergang des Viertels in den 1970er Jahren zu überspielen und es kreativ wiederzubeleben, um dem einstigen Ruf als Rotlichtviertel etwas entgegenzusetzen. Hat ja auch in Südkorea wunderbar funktioniert 🤫

Dennoch wirkt es teilweise, als wäre hier und dort die Zeit stehen geblieben und wir befinden uns immer noch Mitte des 19. Jahrhunderts, wo alles begann.

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Szenenwechsel: Vor uns liegt der Meyer Park, eine grüne Oase mitten in der Stadt. Palmen ragen in den Himmel, in der Ferne schimmert das Meer und mittendrin der Skytower. Was für ein Kontrast 😲

Wir befinden uns quasi auf einem der 50 Hügel, denn Auckland wurde auf einer Landenge voller erloschener Vulkane gebaut. Zu den markantesten gehören sicherlich der Mount Eden oder der Rangitoto, der sogar erst vor rund 600 Jahren entstand.

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Wir schlendern durch den Park, umgeben von zahlreichen Hochhäusern, an die wir uns so gar nicht erinnern können. Sind die wirklich alle neu? Wir schauen später mal in die Fotos von damals 🙃

Mit diesen ersten Eindrücken widmen wir uns unserer eigentlichen Aufgabe. Wir gehen shoppen. Nicht wie Ihr jetzt denkt. Tatsächlich hat sich eine unserer Powerbanks nach dem kleinen Unfall mit dem Kajak verabschiedet und auch meine Hülle fürs iPhone hat das Salzbad nicht überstanden.

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Gar nicht zu einfach, alles zu einem adäquaten Preis zu finden. Aber wir haben Glück, der PB Tech hat alles und zusätzlich gibt es im Mountain Warehouse noch einen Rucksack und FlipFlops 🩴

Zurück in unserem Appartement kümmern wir uns mal wieder um den Blog und die Sicherung der Fotos. Mark ist konsequent am Aussortieren, damit die Speicherkarten nicht auch noch knapp werden. Zudem erleichtert es die Bearbeitung hinterher 😇

Abends entscheiden wir uns fürs Takeaway von Indian Bites. Während ich den Tisch decke, holt Mark Chana Masala und Chicken Tika Masala sowie ein Roti, Mango Chutney und 2 Lassis. Alles ist sehr gut gewürzt, super authentisch und wirklich preiswert.

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Überhaupt ist Neuseeland auf den ersten Blick günstiger als gedacht. Oder wo in Deutschland bekommt Ihr ein Croissant und einen Matcha Latte zusammen für 4 Euro oder einen großen Cappuccino für 3 Euro - in Frankfurt definitiv nicht 🤣

Mit einem Gin Tonic stoßen wir auf unsere letzten 2 Monate an. Ich habe später noch einen Call, auf den ich mich sehr freue. Drückt mir einfach mal die Daumen 👍