Es ist die Mischung aus Stadt und Meer, die uns an Auckland fasziniert. Die „City of Sails“ liegt zwischen dem Pazifik und dem Tasmansee.
Wir starten etwas früher in den Tag und nutzen erstmal das schöne Wetter, um ein paar coole Gebäude mit der Kamera beziehungsweise dem iPhone einzufangen. Dazu gehört natürlich auch der Blick von unserer Terrasse auf den Skytower sowie die Auckland Philharmonia, die Sky World sowie das Theater The Civic eine Ecke weiter






Das alles geht natürlich nicht ohne einen Matcha Latte und ein Pain au Chocolat, diesmal bei Receptionist Coffee. Was soll ich sagen, dass Croissant mit der Schokofüllung ist der Knüller, der Matcha Latte ist okay 🥐
Vermutlich hätte ich besser einen Espresso oder Cappuccino nehmen sollen. Wie in Australien scheinen auch die Cafés in Neuseeland mit kleineren, exklusiven Kaffeeröstereien zusammenzuarbeiten und kommunizieren das auch.



Mit dem Tāmaki Link Bus fahren wir die Küste entlang und lernen dabei gleich den schönsten Teil der Marathonstrecke kennen. Es gibt sicherlich Schlimmeres, als 16 Kilometer an der Küste entlang zu laufen 🙃🙂
Der Tāmaki Drive verbindet mehrere Stadtstrände. Wir fahren bis zur Saint Heliers Bay und erklimmen erst einmal den Achilles Point Lookout. Ganz ehrlich, wenn uns jemand jetzt und hier eines der Häuser anbieten würde, wir würden bleiben. Der Blick auf den Strand und die Stadt ist wunderschön 🥰




Das Glück ist wie so oft auf unserer Seite. Wir genießen das Ganze bei frühlingshaften Temperaturen um die 20 Grad. In der Sonne reicht ein T-Shirt, im Schatten oder wenn der Wind auffrischt, brauchen wir noch ein leichtes Jäckchen. Endlich kommen die Klamotten zu Einsatz, die wir seit 4 Monaten mit uns rumtragen 😉
Der Achilles Point ist ein Aussichtspunkt mit Geschichte. Er wurde nach dem neuseeländischen Kreuzer „Achilles“ benannt, der im Zweiten Weltkrieg berühmt wurde. Nach wie vor unvorstellbar, welche Dynamik solche Kriege haben, wenn sogar Neuseeland - am Ende der Welt - in sie verwickelt werden konnte.






Der Blick auf den Hauraki Gulf Marine Park ist spektakulär. Auckland ist übrigens die einzige Großstadt der Welt, die ein Meeresschutzgebiet dieser Größenordnung mit über 1,2 Millionen Hektar direkt vor der Haustür hat.
Wir machen einen kurzen Abstecher zur Lady Bay, um die imposante Steilküste aus der Nähe zu betrachten. Der kleine, versteckte Strand lädt theoretisch zum Baden ein. Doch Mark hat nichts dabei. Er testet kurz die Wassertemperatur und beschließt kurzerhand, zukünftig sind Badesachen im Tagesrucksack Pflicht 🩳





Uns überkommt ein kleines Hüngerchen, so dass wir uns auf den Rückweg zum Saint Helier Beach machen. Das La Vista Café lacht uns regelrecht an. Die Leute sitzen draußen bei einem Gläschen Wein und genießen die Sonnenstrahlen ☀️
Wir gesellen uns dazu und bestellen Calamari in einer Orangensauce und panierte Aubergine auf Salatbett mit Senfdressing und Ricotta. Wow, was für ein Start in den Tag 😊




Anschließend spazieren wir über den Strand. Mich bekämen ja keine 10 Pferde in das ruhige Wasser - viel zu kalt 🥶 Doch andere sind mutiger. Auch Mark wäre längst drin, hätte er eine Badehose dabei.




Eine wirklich schöne Idee, die salzige Luft tut meinen Bronchien gut, hoffentlich löst sich dieser hartnäckige Husten endlich.
Wir schlendern weiter die Küste entlang vorbei am etwas ruhigeren Kohimarama Beach bis zum Mission Bay Beach. Die Promenade, ein Mix aus Cafés, Bars und Restaurants, gilt schon seit den 1920er Jahren als beliebter Treffpunkt.
Für uns ist das ein Vorgeschmack auf das, was uns die nächsten Wochen erwartet: Kleine Städte mit ein paar Läden mitten in der grünen Natur Neuseelands 🇳🇿
Wir holen uns ein Eis und setzen uns einen kurzen Moment an den Strand. Es ist ja nicht so, dass wir die letzten Wochen nicht genug Meer hatten, doch diese Kombination aus Stadt und Meer ist anders, hier könnten wir uns vorstellen zu leben 😌



Am Ende des Strands entdecken wir ganz viele schwarze Punkte auf dem Wasser. Das müssen wir uns näher anschauen. Es ist eine Gruppe schwarzer Schwäne - wunderschön.






Weiter geht’s die Steilküste hoch zum Michael Joseph Savage Memorial. Wir lassen den Blick über den Hafen und die Stadt schweifen, die weit in der Ferne liegen. Aber genau diese Weite in Neuseeland ist es, die uns schon 2009 fasziniert hat, und auf die wir uns sehr freuen 🥰




In Höhe des Okahu Bay Beach steigen wir wieder in den Bus, um bis zum Schwimmbad in Parnell zu fahren. Das Wetter ist einfach zu gut und die Füße sind noch nicht platt, so dass wir beschließen, durch gepflegte Parks und vorbei an Kolonialvillen zurück in die City zu laufen. Zwischendurch kommen uns immer wieder verkleidete Kinder entgegen, schließlich ist Halloween 🎃




Parnell ist Aucklands ältestes Stadtviertel. Einige der viktorianischen Häuser, Galerien und versteckten Innenhöfe gibt es seit 1841. Wir bestaunen die Architektur und überlegen, welches uns wohl gefallen könnte. Eigentlich mag ich es ja lieber modern, ohne Spitzdach 🤔 Aber das ein oder andere ist schon ganz schön.




Wer hätte das gedacht? Ende Oktober in Neuseeland entspricht Ende April in Deutschland und doch blühen im Parnell Rose Garden schon einige der über 5.000 Rosenstöcke, wovon viele den Namen berühmter Neuseeländer tragen. Sind die Winter tatsächlich noch milder? Egal, wir erfreuen uns an der Farbenpracht 💐







Nur wenige Schritte weiter stehen die Holy Trinity Cathedral, bekannt für die größte Glasmalerei der Südhalbkugel, die Saint Mary's-in-Holy Trinity und das ehemalige Kinder House von 1857, worin sich eine Galerie befindet.




Mit vielen kleinen Schritten nähern wir uns der Stadt. Wir überqueren einen der ältesten Vulkane Aucklands, den Pukekawa. Unvorstellbar, dass es eine Zeit gab, wo all diese Vulkane aktiv waren und einige Explosionskrater sogar mit Wasser gefüllt waren. Anstatt einen schwarzen Lavafeldes erstrahlt der Park in satten Grünton und ist eine weitere Ruheoase inmitten der Stadt.
Das Auckland Memorial War Museum, ein Kulturdenkmal der höchsten Klasse, lassen wir links liegen. Leider ist auch der Wintergarten mit den tropischen Gewächshäusern, die 1921 und 1929 gebaut wurden, schon geschlossen. Schade, der viktorianische Innenhof und der Farngarten sollen sehr schön sein.





Irgendwann tauchen dann die ersten Hochhäuser auf. Noch einmal quer durchs Studentenviertel und wir sind wieder daheim. Jetzt erst mal Füße hoch und einen Gin Tonic auf den gelungenen Tag 🙃


Theoretisch liegen im Kühlschrank Samosas mit Lamm. Haben wir da Lust drauf? Nein, wir wollen lieber das auf Google mit einer 4,9 bewertete Restaurant Taier Sichuan Cuisine ausprobieren. Die Idee haben noch einige andere 😥
Gut, dann eben frische Dosas vom Choolaah Indian Takeaway. Die Auswahl, insbesondere an asiatischen Takeaways ist wirklich immens. Viele sind zudem gut bewertet wie zum Beispiel der Koreaner 🇰🇷, der Japaner 🇯🇵 und eben die Inder 🇮🇳

Für den Blog fehlt mir gerade die Muße. Daher überbrücken wir die Zeit und schauen einen Film. Um 22 Uhr habe ich das nächste Gespräch. Nicht ganz so wichtig wie das gestrige, was übrigens sehr vielversprechend klang. Aber wir wollen den Tag mal nicht vor dem Abend loben, sondern bleiben einfach optimistisch 🤫