Puh, sind wir platt. Erst Sonne satt und dann eine Fahrradtour - die letzten Tage hatten es wirklich in sich 😉

In den Niederlanden gilt das Motto: „Den Letzten beißen die Hunde“. Zumindest wer bei angesagten 30 Grad wie auch alle anderen an den Strand möchte. So spät sind wir gar nicht losgefahren. Dennoch waren wir chancenlos. Weder in Bergen noch in Egmond aan Zee gab es einen Parkplatz - und wir reden nicht von einem kostenlosen. Wir waren bereit in ein Tagesticket für 12 Euro zu investieren 🤣

 Da unser Navi uns zeigte, dass es auch in Castricum voll zu sein scheint, obwohl es da 1.700 Parkplätze gibt, beschlossen wir kurzerhand einfach noch weiter in den Norden zu fahren und dort unser Glück zu probieren 🍀 Tank ist voll, also los. Auch das ist übrigens kein Spaß hier. Beim Tanken gilt: „Augen zu und Karte durch“ - und je nach Tag und Route 1,47 bis 1,72 pro Liter Super (95) latzen.

Anstatt gegen 11 Uhr erreichen wir so als gegen 13 Uhr den Strand - und der Magen hängt uns in der Kniekehle. Denn der Plan sah vor, dass wir gemütlich am Strand frühstücken, einen ausführlichen Spaziergang machen und dann chillen. Aber Pläne sind ja bekanntlich dafür da, über den Haufen geworfen zu werden 😎

Wir sind mittlerweile irgendwo zwischen Groote Keeten und Julianadorp, kurz vor Den Helder angekommen und stellen uns zu den Autos, die entlang des Feldes stehen. Und ja, der Strand ist ganz schön voll. Aber wie immer haben sich die meisten direkt rechts und links vom Durchgang niedergelassen. Wir laufen ein wenig weiter und finden ein gemütliches Plätzchen mit ausreichend Abstand zu unseren Nachbarn 🙏

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Jetzt packen wir aus: Brötchen, Aufstriche, Käse, Paprika, Blaubeeren und Mango, Grießbrei und eine Flasche noch gut gekühlten Wein. An dieser Stelle gilt unser Dank dem lieben Guido. Er hat uns auf die Idee gebracht, wie wir an heißen Sommertagen auch ein gut gekühltes Tröpfchen genießen können. Es ist so einfach 🤣

Wir füllen den Wein in eine PET-Wasserflasche um und frieren diese dann über Nacht ein. Wichtig: Sie muss mehr Fassungsvermögen haben, als die Weinflasche 👍 Jetzt verbinden wir damit neben einer schönen Erinnerung an einen tollen Abend an den Rheinwiesen auch noch einen super Tag am Strand 🥰 Denn nach 3 Stunden Autofahrt hatte der Wein eine gute Trinktemperatur 👌

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Und so wirklich mehr gibt es zu diesem Tag gar nicht mehr zu sagen. Außer natürlich: Es war so heiß, dass sogar ich mich mutig in die Wellen stürzte. Oder, um bei der Wahrheit zu bleiben, ich mich kurz im Meer erfrischte 🙂🙃

Den Spaziergang ließen wir ausfallen. Wir chillten gleich, schließlich hatten wir gute 2 Stunden verloren. Endlich mal wieder Zeit ein Buch zu lesen, einfach abzuschalten und an nichts zu denken - wunderbar 😊

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Wo wir jetzt schon mal hier sind, folgten wir noch der Empfehlung von Yvonne und Manuel und gingen im „Ruig“ in Tuitjenhorn sehr gut essen. Viele denken nur an Pommes, Kroketten und Frikandels, aber die Niederlande haben sehr viel mehr zu bieten. Wir entschieden uns für das Diamantfilet vom Weiderind und den Fisch des Tages Seewolf - sehr fein, sehr köstlich. Das Beste kam dann aber tatsächlich zum Schluss: Das Dessert war ein Traum 😋

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Und weil wir entsprechend spät erst ins Bett gekommen sind, ließen wir uns mit dem Start in den neuen Tag richtig Zeit 😎 Wir frühstücken in Ruhe, bestücken den Blog und haben keine Eile. Irgendwann habe ich dann doch Hummeln im Popo und überrede Mark zu einer Fahhradtour nach Edam - sind so 15 Kilometer eine Strecke 😃

Wir schwingen uns auf die Räder und los geht’s, diesmal in Richtung Ilpendam. Auch dort gibt es eine Fähre. Die kostet schon 80 Cent pro Fahrrad und Strecke - Wucher 🤣 Wir radeln entlang von ellenlangen Alleen und wunderschönen Höfen. Ob Kühe, Pferde oder Schafe, sie alle genießen die satten, grünen Wiesen. 

In Edam angekommen, schließen wir die Räder ab und laufen durch das kleine Städtchen. Auch hier gibt es einen Käseladen, wo es den berühmten Henri Willig Käse gibt. Er gehört zu den ersten Läden der Käserei, die seit 1974 Gouda produziert, aber erst durch den seit 1980 auch nach alter Tradition hergestellten Ziegenkäse berühmt wird 👌

Wir haben diesen schon auf dem Catharina Hoeve in Zaanse Schans probiert. Er ist wirklich lecker und für mich sehr wichtig ohne Beta-Carotin (E160), was als Farbstoff in den meisten konventionellen Käsesorten wie Gouda, Edamer etc. enthalten ist 👍

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Wir schlendern weiter durchs Örtchen. Erfreuen uns an den Sonnenstrahlen, die uns ab und an begleiten, sowie an den Grachten mit ihren kleinen Häuschen - es gefällt uns hier 🧡

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Wenn wir nicht nur Salat zum Abendessen haben wollen, müssen wir langsam los. Kurz nach unserem Start fällt uns ein: Die Fähre quert den Kanal Samstags nur bis 18 Uhr. Mist! Das bedeutet, wir müssen definitiv einen anderen Weg nehmen. Die kürzeste Strecke führt über Purmerland. Quasi rüber über den Kanal und dann rechts. Blöd nur, wenn es der falsche Kanal ist 😬 Dann heißt es, einmal zurück und weiter bis zum nächsten Kanal.

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So langsam schmerzt der Popo und wir haben kein Bock mehr. Aus knapp 30 Kilometern sind jetzt gute 40 Kilometer geworden - ja Schatz, es tut mir leid! Bitte verzeih mir 🙏

Ich mache es wieder gut, indem ich uns erst eine sehr leckere, herzhafte Bowl mit Feldsalat, Avocado, Gurke, Tomate, Rote Beete-Salat, frisch gebratenem Kabeljaufilet und in Knoblauch geschwenkten Garnelen zaubere. Dazu gibt es einen erfrischenden Gin Tonic. Wer mich kennt, weiß, da geht noch mehr 😊 Zum Nachtisch gibt es Eton Mess à la Julepunkt: Vanillejoghurt umrundet von frischen Himbeeren getoppt mit Meringue Lemon 😋

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Zwei schöne erholsame Tage gehen zu Ende. Ein weiterer Tag liegt zum Glück noch vor uns 😍