Wir schauen uns Busan von oben an und genießen die Märkte abseits vom Yongdusan Park und dem BIFF Square.

Wir machen das so wie beim Wandern, da sind Ruhetage auch das A und O. Da es regnet gibt es das erste kleine Frühstück direkt im Caffè Pascucci gegenüber. Normalerweise vermeiden wir die größeren Ketten, aber besondere Umstände erfordern  außergewöhnliche Maßnahmen 😅 

Etwas später folgen dann Instant-Nudeln, diesmal mit Mangold verfeinert und am Nachmittag besuchen wir nochmal das Osulloc. Schließlich hatten wir bisher weder den Matcha Kuchen noch das Matcha Eis 😜

Busan 280Busan 281Busan 283Busan 284

Mark wünscht sich Burger oder Aal zum Abendessen. Das Frank‘s hat geschlossen, das Fischrestaurant überzeugt uns nicht … Schlussendlich landen wir an dem Stand auf dem Haeundae Markt, der diese leckeren Pancakes mit Meeresfrüchten macht 😋

Busan 320Busan 242

Danach gehen wir noch in eine Bar und bestellen Cocktails mit Nachos - ganz ehrlich, das Dormer war besser in punkto Atmosphäre und Cocktails 🍹

Busan 240Busan 241Busan 285Busan 286Busan 287Busan 288

Auf Regen folgt meist Sonnenschein ☀️ Genauso ist es auch in Busan, so dass wir doch noch in den Genuss des Busan Towers, des BIFF Squares und des Jagalchi Fischmarktes kommen. 

Wir starten in aller Ruhe in den 87. Tag unsere Auszeit und den letzten Tag in Busan. Zuerst geht’s ins Eggdrop. Die Südkoreaner sind kulinarisch echt kreativ.

Sie verwandeln sogar ein Toast mit Ei in einen kultigen Snack, indem sie das Ganze mit Kimchi und Teriyaki Sauce oder Krautsalat mit Bulgogi pimpen. Natürlich werden die Sandwiches noch heiß und fettig in Butter mit oder ohne Knoblauch gebraten 🥪

Von den ganzen Leckereien in den Bäckereien machen wir besser gar keine Fotos mehr. Schließlich wollen wir nicht, dass Euch stets und ständig das Wasser im Mund zusammen läuft. Es reicht, wenn wir sabbern 🤤

Busan 244

Wir nehmen die Metro, steigen in Seomyeon um und erreichen gut 45 Minuten später die Station Jung-ang. Von dort sind es nur ein paar Meter bis zum Busan Tower, der auf dem Drachenkopfberg mitten im Yongdusan Park liegt. 

Mit seinen 120 Metern gilt er seit 1973 als Symbol des Wiederaufbaus. Da wir weder auf dem Seoul noch auf dem Lotte Tower waren, beschließen wir kurzerhand doch hochzufahren, um eine Runde durchs Observatorium zu drehen.

Busan 291Busan 290Busan 292Busan 293

Wir bereuen es nicht, denn der Blick auf die gedrängte Stadt mit ihren grünen Hügeln in der Ferne sowie den imposanten Hafen und die zweitälteste Brücke Koreas, die Namhang Bridge, ist schon beeindruckend. Natürlich wirkt alles kleiner, aber auch irgendwie geordnet 🙃🙂

Busan 245Busan 246

Am krassesten ist der Blick senkrecht nach unten. Im Park selbst steht die Statue von Yi Sun-sin. Ihr wisst schon, der die Schildkrötenschiffe im 16.  Jahrhundert baute und die Glocke der Bürger. Auch das Filmmuseum befindet sich direkt am Rand des Parks.

Busan 250Busan 252Busan 253Busan 249

Nach unten führt der Weg zuerst durch ein enges Treppenhaus, welches den Schacht einen U-Boots darstellen soll. Wir werden durch mehrere Räume geführt, die Busans markanteste Wahrzeichen wie den Hafen Busanhang, die Gwangandaegyo-Brücke und den belebten Stadtteil Nampo-dong in bunten, lebhaften Darstellungen zeigen.

Uns beeindruckt immer wieder, was sich die Südkoreaner alles einfallen lassen, um ihre Besucher zu animieren, die Sehenswürdigkeit, sich selbst oder beides zusammen in Szene zu setzen 📷

Busan 254Busan 255Busan 256Busan 294Busan 295

Uns zieht es anschließend in die Gwangbok-ro, wo es tolle Klamotten gibt. Natürlich nicht ohne einen kurzen Stopp im Madame Madame. Das süße, französische angehauchte Café strahlt so viel Charme aus, dass es eine Schande wäre, es links liegen zu lassen. Lieber Guido, viele Grüße an dieser Stelle nach Paris 😘 

Besonders beeindruckt uns in dieser Straße das Gebäude der Busan Bank. Es besticht durch seine Architektur. Nebenan ist gleich der Daegaksa Tempels. Auch ihn haben wir vom Busan Tower aus gesehen. Da sind sie wieder diese Kontraste, die uns schon in Seoul imponierten.

Busan 257Busan 259Busan 298Busan 296Busan 261

Wir machen noch einen Abstecher zur Bosu-dong Book Alley. Die enge, labyrinthartige Gasse ist wirklich vollgestopft mit gebrauchten und neuen Büchern, von koreanischer Literatur bis zu internationalen Klassikern, Comics und seltenen Antiquariaten. Wir fragen uns, wer da wirklich was findet 🤔 

Entstanden ist das Viertel nach dem Zweiten Weltkrieg und während des Koreakriegs, als Flüchtlinge und Einheimische gebrauchte Bücher verkauften. Bis zu 70 Buchläden sorgten einst für rege Aktivität, wovon noch etwa 30 erhalten geblieben sind - ein schönes Symbol für den Umgang mit Geschichte und Wissen.

Busan 299Busan 301Busan 300Busan 303

Weiter geht es dann über den ältesten Nachtmarkt der Stadt, den Bupyeong Kkangtong, und wie sich herausstellt, bietet er neben den üblichen Lebensmitteln auch noch Klamotten an, eine sehr ungewöhnliche Kombination: Socken zwischen Trockenfisch 😳

Wir laufen mal nach rechts, mal nach links, durchqueren noch den Gukje und den Changseon Market und landen schlussendlich im Sulbing. Was es dort gibt? Das angeblich beste Mango Bingsu der Stadt. Das geschabte Eis wird mit frischen Mangostücken, kleinen Käsekuchenwürfeln und Joghurteis serviert. Separat liegt noch ein Päckchen Kondensmilch bei 😜

Busan 306Busan 305Busan 304Busan 315

Wir sind ganz in der Nähe des berühmten BIFF Squares, das Herz des Busan International Film Festivals. Die Ecke mag für Filmfans etwas Besonderes sein, für uns ist es eine weitere Straße mit ein paar Streetfood Ständen. Klar, auf dem „Walk of Fame” leuchten goldene Handabdrücke, aber die koreanischen und internationalen Filmgrößen sagen uns wenig 🤯

Busan 264Busan 266Busan 267Busan 307Busan 308

Wo wir nun schon mal hier sind, statten wir dem Jagalchi Markt noch einen Besuch ab. Die Marktfrauen, die sogenannten Ajummas, preisen wie erwartet in bunten Gummischürzen ihren Fang an. Oft sind es unterschiedliche Meeresfrüchte wie Garnelen, Abalone, Oktopus und vieles mehr.

Busan 270Busan 271Busan 321Busan 311Busan 312

In der 2. Etage sitzen die Gäste über Hwe, rohem Fisch mit Sojasauce und Kimchi. Andere genießen Aal, Tintenfisch oder Makrele frisch gegrillt oder im Topf geschmort mit Seetang, Reis und scharfer Sauce 🐡

Ein wirkliches Highlight ist das Observatorium auf den Dach, von dem aus wir den kompletten Hafen überblicken können. Es gibt sogar einen Briefkasten. Wir schreiben 2 Postkarten und freuen uns schon auf die Gesichter, wenn sie ankommen - irgendwann in den nächsten 6 Monaten 📪 

Busan 313Busan 314Busan 322

Mittlerweile ist es dunkel und wie auch in Seoul bringen zahlreiche Neonlichter Busan zum Leuchten. Es mag etwas kitschig klingen, aber wir lieben diese besondere Atmosphäre 😊

Busan 269Busan 277Busan 273Busan 276

Es ist Zeit, uns was zu Essen zu suchen. Die Karte des ersten Restaurants sagt uns nicht so ganz zu. Wir hatten auf Bibimbap oder ähnliches gehofft. Zum Glück ist um die Ecke gleich ein Weiteres, was gut bewertet ist. Ohne Google hätten wir das Nada Dining Pub nie gefunden. Es befindet sich nämlich im 2. Stock einer recht dunklen Gasse 😬

Wir sind die einzigen Gäste, fühlen uns aber sofort wohl. Die Einrichtung ist wirklich einzigartig, ein Sammelsurium, aber total gemütlich. Wir bestellen Garnelen mit Käse überbacken und die Pasta mit Garnelen und Pollack, dünn geschnittener Seelachs. Ich habe das Gefühl, dass auch ein wenig Abalone im Essen ist, sage aber besser nichts. Mark steht nicht so auf Muscheln 🐚

Busan 278Busan 316Busan 318

Es ist spät geworden und wir müssen noch packen. Wir fliegen weiter nach Jeju, Koreas beliebtestes Flitterwochen- und Inlandsreiseziel.