Es geht durch die Andenkordillere von etwa 1.600 Metern über dem Meeresspiegel hinunter zur Tatacoa Wüste auf rund 500 Meter.

Nach 4 Tagen sind wir nun komplett. Heiko & Angnes sowie Christin & Steffen sind gestern Abend noch irgendwann angekommen. Wir lernen sie beim Frühstück kennen 🙏

wir starten um 8 Uhr. Leider ist es sehr bewölkt, so dass die Aussicht auf die Andenkordillere etwas getrübt ist und sich keine Fotos lohnen 😕

Der Begriff Kordillere beschreibt große Gebirgsketten, die typischerweise aus mehreren Bergketten, Gipfeln, Tälern, Schluchten und Hochplateaus bestehen. 

So wie die Anden eben, die sich über eine Länge von gut 7.500 Kilometern von Venezuela 🇻🇪 im Norden bis nach Chile 🇨🇱 und Argentinien 🇦🇷 im Süden erstrecken. 

Sie sind nicht nur die längste Gebirgskette der Welt, sondern auch eine der höchsten und vielfältigsten. Zudem beherbergen sie eine Vielzahl indigener Völker, die seit Jahrhunderten in den Bergen leben und ihre traditionelle Lebensweise bewahren 🙃🙂

Die Andenkordillere entstand vor Millionen von Jahren durch die Kollision der südamerikanischen und der pazifischen Platte. Diese tektonischen Bewegungen haben zusammen mit vulkanischen Aktivitäten zu den imposanten Bergformationen geführt, die wir heute sehen. 

Andere Beispiele für Kordilleren sind die Rocky Mountains in Nordamerika, der Himalaya in Asien und die Alpen in Europa.

Wir machen gelegentlich Stopps, um uns die Füße zu vertreten, Verpflegung zu kaufen und ein paar Geier zu fotografieren 😉 

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Kilometer für Kilometer verändert sich die Vegetation entlang der gut ausgebauten Straße.

In Aipe halten wir an. Wir drehen eine kleine Runde durch das Städtchen, während wir Empanadas mit Hühnchen und Papa Rellenas, frittierte Kartoffelbällchen mit Ei essen.

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Scheinbar ist die Schule gerade aus. Uns kommen Horden von Schülern in Uniform entgegen. Die Schüchternen schauen nur neugierig, die etwas Mutigeren begrüßen uns mit einem freundlichen Hello oder Olá 😊

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Anschließend laufen wir mitten durch grüne Wiesen, vorbei an Cebus und Rindern mit Jungtieren zur Fähre. Auf dem Weg entdeckt jemand ein Leguanpäarchen - wie cool 🤫 Nur mit unserem Handgepäck beladen, überqueren wir den 200 Meter breiten Río Magdalena mit einer Fähre. 

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Auf der gegenüberliegenden Seite erwarten uns mehrere TukTuks, die uns bis Villavieja am Rande der etwa 330 Quadratkilometer großen Tatacoa Wüste bringen 🛺

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Wir drehen eine erste Runde bei Sonnenschein. Der Anblick von roten und ockerfarbenen Felsen und grünen Kakteen ist überwältigend. Wir nutzen die Zeit und die Ruhe, um Fotos zu machen 😎

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Der Name Wüste ist etwas irreführend, denn die Tatacoa ist eigentlich eine Halbwüste mit verschiedenen Ökosystemen. Die Landschaft variiert von trockenen Wäldern bis hin zu Schluchten und Oasen - atemberaubend 🥰

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Über Millionen von Jahren haben Erosionen von Wind und Wasser die Landschaft geformt. Das Resultat sind einzigartige, verrückte geologische Felsformationen mit bis zu 20 Meter tiefen Canyons und gigantischen, bis zu 10 Meter hohen Kakteen 🌵

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Die Candelavas wachsen Jahr für Jahr um 10 Zentimeter. D.h. teilweise sind sie über 100 Jahre alt. Der Melokaktus, der sogenannte Schwiegermuttersitz, wächst innerhalb von 10 Jahren gerade mal 35 Zentimeter. 

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Die Sonne brennt auf uns und die Ziegen herab ☀️ Wir sind keine Stunde unterwegs und könnten mit dem Wasser aus unserer Flasche Tee kochen, so heiß ist es.

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Es ist ein Ort von unvergleichlicher Schönheit und Mystik, der uns mit seiner einzigartigen Landschaft und Ruhe fasziniert.

Unser Zimmer im Hostal Sol de Verano ist recht einfach, aber sauber. Die Zimmer haben keine Klimaanlage, lediglich einen Ventilator, der über Nacht läuft. Wir halten uns darin so gut wie gar nicht auf - es ist einfach zu warm 🥵

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Am späten Nachmittag drehen wir eine weitere Runde rund um den Turm. Er wirkt wie der Wächter der Wüste. Über uns drehen Rabengeier ihre Runde und hoffen darauf, dass wir in der Hitze verenden 😱

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Laut des Blogs World on Budget soll der Name Tatacoa von einer ehemals hier lebenden Klapperschlange stammen, die sich sowohl vorwärts als auch rückwärts bewegen konnte. 

Ob diese Legende der Namensgebung wirklich entspricht, ist jedoch nicht eindeutig belegt. Doch auch unser Guide erzählt etwas von einer Schlange 🐍 

Auf eine Klapperschlange treffen wir glücklicherweise nicht. Ihr Gift wäre vermutlich mit der Zeit tödlich. 

Da halten wir lieber Ausschau nach seltenen Vogelarten wie dem Gelbbrustara, dem Kaktuszaunkönig und dem Roten Sichler,  um nur einige der über 70 Arten zu nennen, die sich den Lebensraum teilen 🦜

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Die karge, trockene und zerklüftete Landschaft erinnert bis auf die Farbe an eine Mondlandschaft.

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Zum Abendessen gibt es für mich auf eigenen Wunsch Ziege und ich muss sagen, sie war super gegrillt 🐐 Mark hat sich fürs Hühnchen entschieden. Dazu gibt es Pommes, Reis, Yuka, Salat und frischen Saft.

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Salat und Saft lassen wir auf Hinweis von Jason stehen. Das pure Regenwasser könnte dann doch zu der ein oder anderen Magenverstimmung führen 😳

Sicherheitshalber nehmen wir dann doch mal eine Perentherol und ein zweiter Rum kann auch nicht schaden 🥃

Obwohl wir todmüde und von der Hitze geschafft sind, wir hatten 40 Grad im Schatten, lockt das Bett nicht wirklich. Es ist einfach zu warm. Trotz offener Tür und Fenster weht keinerlei Wind. Da hilft auch der Ventilator nur minimalst, im Grunde ist er einfach nur laut 😓

Irgendwann schlafen wir dann doch ein und werden unsanft vom Wecker geweckt. 5:15 Uhr: Zeit für den Sonnenaufgang. 

Der Himmel ist ziemlich bewölkt 🌥️ Jetzt heißt es abwarten, Tee trinken und auf ein kleine Wolkenlücke hoffen. In der Zwischenzeit fotografieren wir die Kakteen im Gegenlicht der langsam aufgegebenen Sonne.

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Und während die anderen zurück in die Unterkunft laufen, werden wir kurze Zeit später für unser Warten belohnt. 

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Ganz plötzlich taucht die Sonne die Tatacoa Wüste in ein ganz wunderbares Licht. Für einen kurzen Moment verwandelt sich die bizarre Wüstenlandschaft mit ihren Kakteen  in ein rot, oranges Lichtermehr – sehr stimmungsvoll und einfach unvergesslich 😲

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Wir springen noch schnell unter die Dusche oder sagen wir, wir stellen uns noch kurz unter das Rinsal, was aus dem Rohr kommt. Glücklicherweise hat die Sonne das Wasser aufgewärmt 😉 

Hinterher eine Runde Dschungeldeo, die allseits beliebte Mischung aus Sonnencreme und Nobite, die Mücken waren zumindest im Morgengrauen ziemlich lästig 😬 

Zum Frühstück gibt es bei mir Arepas mit Avocado 🥑 Ich mag die gebratenen flachen, runden Fladen aus Maismehl, Wasser und Salz. Das Ei lasse ich links liegen. Mark isst gar nichts. 

Dafür gönne ich mir beim ersten Stopp Avena, nein nicht Averna den Schnaps 🤪, eine Art Smoothie aus Haferflocken mit Zimt.

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Jetzt hatten alle ihren zweiten Kaffee mit Milch 🥛 Auf geht’s: San Agustín wartet auf uns.